Gehen als Meditation (DE)

Es gibt einen Weg, den du diese Woche sicher gehst. Zur Bahn, zum Bäcker, mit dem Hund um den Block. Genau dort kannst du meditieren, während du gehst, in deinem eigenen Tempo, mitten im ganz normalen Tag.

Gehmeditation gehört zu den sogenannten aktiven Meditationen: Du übst mit dem, was du gerade ohnehin tust. Es gibt dabei keine richtige oder falsche Art zu gehen, kein besonderes Tempo und keine Technik. Alles, was du tust: Du gehst, und du bist dir gewahr, dass du gehst.

So kannst du beginnen. Spüre, wie deine Füße den Boden berühren. Vielleicht setzt zuerst die Ferse auf, vielleicht der Ballen, vielleicht die ganze Sohle. Nimm die Luft auf deinem Gesicht wahr: kalt, warm, kühl? Und wenn du etwas trägst, eine Tasche zum Beispiel, spüre, wie sich deine Hände und Arme anfühlen. Welche Empfindungen auch immer da sind, alles ist willkommen.

Deine Gedanken werden zwischendurch woanders hingehen. Das ist ganz natürlich und gehört dazu. Wenn du es bemerkst, kehre sanft zu deinen Füßen zurück. Dieses Zurückkommen ist die Übung, nicht das perfekte Dabeibleiben.

Vielleicht fühlt sich das anfangs etwas unbeholfen an, gar nicht wie „richtige“ Meditation. Auch das darfst du einfach wahrnehmen. Gerade Bewegungspraktiken wie diese helfen dir, im gegenwärtigen Moment anzukommen, mit einer freundlichen Neugier für das, was gerade da ist.

Wenn du das mit Begleitung üben möchtest: Unten findest du meine geführte Gehmeditation zum Anhören, direkt für unterwegs. Sie stammt aus meinem Kurs Anytime, Anywhere Meditation, in dem wir genau das üben: Meditation, die in dein Leben passt, so wie es ist.

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